Pressespiegel - "Madonna Hexe und Clown" 
Berliner Morgenpost, 8. Februar 1998:
  Madonna, Hexe und Clown
Polens neuer Chanson-Star Celina Muza zu Gast im Grünen Salon der Volksbühne

...Sie träumt sich fort an einen anderen Ort und man wähnt sich in einem Cabaret-Keller in Breslau-
wo die Muza dreimal das Chansonfestival gewann, bevor sie 1996 mit ihrem Marlene-Dietrich-Abend 
"Der einsame Engel" aufhorchen ließ... Ironische Brechungen prägen die Sentimental Journey: "Du darfst lügen,
mich betrügen, bloß nicht rauchen!", während beim "Tanz mit dem Wahnsinn" freudvolle "Hoppla, wir leben" 
Stimmung aufkommt...
 
 

Der Tagesspiegel, 4. Oktober 1998: 
  Ein Lied geht in das Herz
Kleine Lieder, große Lieder in Berlin: Celina Muza im Grünen Salon der Volksbühne

... Aber Berlin ist auch Weltstadt: Die Herbstoffensive der Politik und der Potsdamer-Platz-Hirsche wird 
überraschend ergänzt von der Offensive des polnischen, französischen Chansons. Im Grünen Salon der 
Volksbühne tritt Celina Muza auf. Sie wird unterstützt von Streichern, Klavier, Saxofon, Klarinette; bisweilen 
kapriziert sich das atonal, ein Hauch von Jazz & Lyrik. Sie selbst steht und sitzt, im transparenten Schwarzen,
später im braunen Hosenanzug. Manchmal hält sie ein Glas oder telefoniert, wo es paßt: Die szenischen Akzente 
bleiben sparsam. Eigentlich stehen ihre Lieder im Vordergrund...
 
 

Ticket, 7. Oktober 1998: 
  Über die Oder
Celina Muza singt polnische Chansons mit neuen deutschen Texten

...Tschelina Mutza? Selina Mutscha? Nee. Celina wie Zimt und Muza wie Muskat. Tatsächlich vielfach gewürzt 
kommen die Chansons made in Poland daher, die hier zum allergrößten Teil mit deutschen Texten vorgetragen 
werden. Scharf und kurz gebraten, butterweich und gefühlstriefend bluesig, jazzig, balladesk, poppig oder 
folkloristisch durchwirkt - was sich neuere polnische Komponisten so ausdachten, überrascht durch ein breites
Spektrum ohne stilistische Berührungsängste. Da macht sichs Goethe am pompösen Schlagerlager kommod und 
philosophische Fünkchen blitzen durch banale Alltagsgeschehnisse. Hysterische Lachtränen verwandeln sich 
in falsche Perlen, die unversehens den Boden der Wirklichkeit mit Ironie durchlöchern. Die hemmungslose 
Vielfalt findet ihre Entsprechung in einer Handvoll unterschiedlicher Berliner Autoren. Kaschuben Lady Celina
oblag es mit wohlklingender Stimme und professioneller Theatralik daraus ein rundes Ganzes zu formen... 
Ein spannendes Projekt, ein interessanter neuer Farbtupfer auf der hiesigen Chansonpalette. Schließlich 
ist C. M. kein jnges, clowneskes Madönnchen, sondern eine gestandene Bühnenhexe...
 
 

Berliner Morgenpost, 7. Oktober 1998:
  Celina Muza preßt ihren Stoff aus Pampelmusen
Mächtig melodramatisch: Chansons aus Polen

...Muza heißt sie - wie die Muse. Ihr Vorname: Celina - mit hohem C. Eines ihrer spritzigsten Chansons lehrt 
die richtige Aussprache. Die Danzigerin steht mit Haut und Haaren in der Tradition des polnischen Chansons. 
Das kommt in ihrer stark stilisierten Interpretation mächtig melodramatisch daher. Nähe von Ferne 
des Geliebten, Werden und Vergehen sind die Zentralthemen in Muzas herbstlich gefärbten Programm. 
Wie das Stilleben eines alten Meisters ist die Bühne arrangiert. Auf einem altarähnlichen Beistelltischchen
prangen neben roter Rose und güldener Weinflasche auch Pampelmusen. Davon gab es an Weihnachten, 
so erzählt sie, in ihrem kaschubischen Heimatdorf jeweils eine. Jahre später, während einer Amerika-Tournee,
bekam sie Grapefruits im Überfluß. Auch das ist eine Geschichte von Werden und Vergehen. Ihre vier Musiker
sorgen mit "diversen Kleinigkeiten aus dem Bongo-Trommel-Fachgeschäft" für die eigenwillige herbstliche 
Klangfarbe. Das kristallüsterne Ambiente des Grünen Salons in der Volksbühne paßt zum schwermütigen 
Grundton. Ins Komische gebrochen wird er allerdings in den deutschen Liedtexten von Norbert Tefelski. 
Und wenn Celina Muza in ihrer Muttersprache singt und ihre Band zu Zigan-Weisen anhebt, fällt alles 
Einstudierte ab. Erst dann ist das neue "Berliner Musenkind" ganz in seinem Element. "La Premiere" 
gewinnt im zweiten Programmteil, den sie in braunen Wollanzug und schwarzem Hut gestaltet. 
Hier sind es die deutschen Texte von Stephan Göritz, die Celina Muza einen starken Abgang verschaffen...
 
 

BILD, 16. Oktober 1998:
  Madonna & Morgenfee
Celina Muza, melancholische Chansonette aus Polen

...Celina jazzt, bluest, haucht sich durch poetisch-banale Alltagsgeschichten, lacht hysterisch, weint
falsche Kullertränen, flüstert: "Ein Traum, nur ein Traum..", schreit "Ich bin Sturmbö, Tornado, Orkan!"
Alles in einem Lied - genialisch-chaotisch wie eine Nachtvorstellung im Warschauer Kneipenkeller: 
Melancholie und Sehnsucht im Zigarettenrauch. Zu sehen ist eine sanfte Schönheit mit graublauen Augen,
im fast durchsichtigen Kleid unter schwingender Pelerine. Sanft wie ein Vulkan vorm Ausbruch...
 
 

Trottoir, November 1998:
  Szene Berlin: Die andere Seite des Chanson-Kabaretts: Der Osten

...Großen Erfolg konnte auch die Polin Celina Muza im Grünen Salon für sich verbuchen. Mancher Kritiker 
(West) kam jedoch mit der natürlichen Art der starken Sängerin nicht zurecht... Die dreimalige 
Preisträgerin des Chanson-Festivals Breslau bereichert seit 2 Jahren die Berliner Chansonszene. 
Ihre eigenwilligen Auftritte sind nicht auf Erhaschen eines sofortigen Lachgewinns oder pathetischen Kopien
alter Vorbilder ausgerichtet. Sie sucht ihren eigenen Weg zwischen polnischem Heimatlied und frankophilen 
und amerikanischen Einflüssen. Das ist natürlich ungewohnt...