Pressespiegel - "Der Einsame Engel"

Gazeta Gdyñska, Danzig, Mai 1993:
          Ausschweifender Engel

....von Zeit zu Zeit lohnt es sich, ein Lob auf die Freude der Seele auszusprechen und mit Pathos 
zu bekennen: ich liebe das Leben ! Woraus soviel Jubel ? So heftig und aufrichtig ? Wenn überall soviel
Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, wenn eine graue Realität in den Grundfesten erschüttert wird, 
und menschliches Nörgeln ohne Grenzen ist, woher nimmt man die Lust für den Spass ? Vom Theater....
......soviel dankbare Rede für "den einsamen Engel", aufgeführt im Kammerspiel des Musiktheaters, 
in dem wir die Lieder von Marlene Dietrich gehört haben. Vorbereitet und präsentiert von Celina Muza - 
einer Schauspielerin deren Image nicht sehr konkurrent zum Star des "Blauen Engels" ist. Mit jugendlicher,
schwungvoller und unbegrenzt temperamentvoller Interpretation der Chansons, stilistisch bezugnehmend auf 
die Cabaret-Auftritte Marlene Dietrichs - Vamp der silbernen Leinwand, Mythos des Weltkinos.... 
Eine leuchtende Zigarette im Dunkeln, funkelnder Zylinder - das sind einige Requsiten des sparsamen 
Bühnenbildes. Silberne Strumpfbänder, glänzende Handschuhe sind Rahmen nicht zu Ende erläuterter sexueller
Ausschweifung. Zweideutige leichte Berührungen, schmollende Lippen, Erotik weit entfernt vom Prototyp. 
Das alles ausgeführt mit Musik und leidenschaftlichem Gesang........ 



Gazeta Wyborcza, Danzig, Mai 1993:
           Muza singt, Muza tanzt

...das Medley der Lieder aus dem Repertoire der unvergesslichen Marlene offenbart sich uns als 
ein Programm, das von Anfang bis Ende überrascht. Überrascht vor allem durch die gute, kultivierte 
Darstellung von Celina Muza , die absolut über Stimme, Mimik und Geste herrscht und einen Kompromiß 
mit allen Ausdrucksmedien findet.... 


Gazeta Morska, Danzig, 15 Mai 1993:
         Der einsame blaue Engel

....diese Figur verkörperte Celina Muza, nicht nur eine begabte Schauspielerin, sondern auch 
Choreografin.....In ihrer Darstellung ist Marlene - dem Vorbild getreu - eine dämonische, extravagante 
Frau mit tiefer, rauchiger Stimme.... 



Berliner Morgenpost, 16. Juni 1996:
          Marlene Dietrich - Erinnerungen an den einsamen Engel

...Illusions ist zu Beginn ein geschickter Einstieg. Auf der Bühne gibt es keine Illusionen, die aparte 
Schönheit ist brünett statt blond und wassergewellt. Wenn auch die divenhafte Attitüde, das Posieren 
dem Idol ähnlich und manchmal ironisch scheint, so hat sich die Interpretation der Lieder vom großen 
Vorbild emanzipiert. Schließlich ist Celina Muza eine erfahrene und eigenständige Künstlerin... 



DIE WELT, 14. Oktober 1996:
           Hommage an "La Dietrich" in ihrem Gartenhaus 

...Celina Muza erliegt dabei nicht der Versuchung, die Dietrich zu kopieren. Ihre Lieder in Deutsch, Englisch,
Polnisch und Französisch sind sorgfältig ausgewählt. Selbst Evergreens wie "Die fesche Lola" und "Ich bin 
von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" gewinnt sie neue Seiten ab... Zum Schluß sitzt sie als gealterte Diva 
auf dem Stuhl, ihr Stock fällt zu Boden, ein Leben und ein beeindruckender Abend sind zu Ende...