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WIE DIE ROSE, SO DER DORN
Musik: W³odzimierz Korcz  Originaltext: Jacek Cygan 
Deutscher Text : Thomas Woitkewitsch


Sie dachte, als er mit ihr brach,
ich weine ihm keine Träne nach,
doch der Schock war zu schlimm,
die Enttäuschung zu groß.

Ein Jahrzehnt der Gemeinsamkeit
über Nacht nur verlor´ne Zeit,
als sie fragte, warum, 
sah er sie nicht mal an und blieb stumm.
Was hab ich ihm getan ?
All seine Schwüre, Lug und Trug;
es war wie ein Spuk.


Wie die Wurzeln, so der Baum,
das weiß man doch,
wie das Laken, so der Traum,
das weiß man doch,
wie die Sense, so der Schnitt,
das weiß man doch –
manchmal nur zu spät.

Wie die Höhe, so der Fall,
das weiß man doch,
wie´s Kaliber, so der Knall,
das weiß man doch,
wie die Seele, so die Angst,
das weiß man doch – 
manchmal nur zu spät.

Wie die Rose, so der Dorn,
das weiß man doch,
wie die Lüge, so der Zorn,
das weiß man doch,
wie die Wunde, so der Schmerz,
das weiß man doch – 
und staunt dann doch jedesmal.

Liebe, Liebe, du machst high
und das Leben viel bunter,
bringst uns erst das Schweben bei, 
ziehst uns dann wieder runter.

Jeder, der dich haben will,
muß am Ende bezahlen,
und je größer die Portion,
desto größer die Qualen.

Wie die Wunde, so der Schmerz
das weiß man doch,
wie die Lüge so der Zorn,
das weiß man doch,
wie das Leben so der Tod,
das weiß man doch –
manchmal nur zu spät,
weil man wie ein Kind
glücklich war und blind
für die Wirklichkeit.

Wie die Rose, so der Dorn,
das weiß man doch,
wie die Lüge so der Zorn,
das weiß man doch,
wie das Leben so der Tod,
das weiß man doch –
manchmal nur zu spät.

© T. Woitkewitsch 1998