Warschau, die Hauptstadt Polens und mit 1,6 Millionen Einwohner größte Stadt Polens und wie die Warschauer meinen: Bauchnabel der Welt.

Celina Muza war hier oft zu Gast ohne sich je für Warschau als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zu entscheiden. Noch als Studentin des Musiktheaters Gdynia spielte sie hier im großen Kongreßsaal die Maria Magdalena in "Jesus Christ Superstar" in der Warschauer Premiere.

Die interessanteste Arbeit fand 1995 unter der Regie von Adam Hanuszkiewicz in seinem  "Teatr Nowy" statt. Celina Muza lebte damals schon in Deutschland und Hanuszkiewicz inszenierte das klassische polnische Drama "Lilla Weneda" von Juliusz S³owacki. Er versuchte den äußerst schwierigen Text für das heutige Publikum verdaulicher und vor allem verständlicher zu machen und schuf in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Andrzej ¯ylis eine Rock-Oper. So entstanden aus den Monologen wunderbare Rock-Songs im Stile des Musicals "Hair". Vor dem aktuellen Hintergrund des  Bosnienkrieges entstand eine berührende Inszenierung eines Stückes, daß ohne die Musik wahrscheinlich heute unspielbar gewesen wäre. Die Geschichte, die in einer unwirklichen fernen Zeit spielt und vielleicht so etwas wie ein polnischer Macbeth ist, hat einmal hier die gute Gestalt der Lilla Weneda und dort den schwarzen Charakter der Schwester Rosa Weneda, kraftvoll gespielt von Celina Muza deren fast schon satanischen Rocksongs ein Höhepunkt der Inszenierung waren.



MENDEN

BERLIN  WROCLAW PUCK GDYNIA