Das kleine Städtchen am Rande des Sauerlands mit ca. 60.000 Einwohner. Theaterbegeistert 
aber ohne Stadttheater. Dafür aber vier Amateuertheater: die KatastrophenKultur, dem 
Halinger Dorftheater, dem MAT, der Mendener Schaubühne. 1990 führte eine einmalige und 
wunderbare Veranstaltung Celina Muza nach Menden, wo sie seitdem zahlreiche Freunde 
hat und auch für gewisse Zeit ein zu Hause.

THEATRIUM - junges europäisches Theater in Menden. Die kleine Stadt verwandelt sich 
für drei Monate in eine bunte europäische Theaterwerkstatt: 
60 Theaterwissenschafts-Studenten, Schauspiel- und Bühnenbildschüler aus neun Nationen 
erarbeiteten in Menden vom 3. Juli bis Ende August 1990 mit erfahrenen Regisseuren drei 
Inszenierungen, die sie anschließend einem breiten Publikum präsentierten. THEATRIUM 
heißt die Idee, die sich jenseits aller üblichen Zwänge der Stadt- und Staatstheater 
länderübergreifend mit experimentellem Spiel auseinandersetzte.

Celina Muza kam mit polnischen Schauspielstudenten nach Menden und sie probierten für die Uraufführung
des Stückes "Ein Traum vom Leben" von Jacek St. Buras. Jerzy Satanowski schrieb
die Musik und Songs für das Stück. Noch heute sind einige im Repertoire Celina Muzas. "Hoppla, wir leben"
oder "Ein Traum, nur ein Traum". Beide auf der CD "Madonna, Hexe und Clown" zu hören.

Für das Festival wurde ein Allwetter-Zeltdach über den Mendener Rathausinnenhof gespannt und
600 Zuschauer fanden auf den Tribünen platz. Eine der Begleitveranstaltungen während der Probenzeit war 
ein Konzert vor voll besetzten Tribünen von Celina Muza gemeinsam mit dem Mendener Pianisten Anselm 
Großerhode. Celina Muza sang sich in die Herzen der Mendener und ist bis heute ein gern gesehener Gast
in der kleinen Stadt im Sauerland.

In den Jahren 1992 bis 1995 war Menden für Celina Muza ihr deutscher 
Wohnsitz und hier lernte sie die Dortmunder Gesangspädagogin Rosemarie 
Hagemann kennen, die für Celina Muza noch heute die größte Autoriät ist und 
bei der sie weiterhin, so weit es Zeit und der weite Weg von Berlin es erlauben,
Gesangsstunden nimmt. Im nicht weit entfernten Schauspielhaus Bochum lernte 
sie den österreichischen und heute an der Wiener Burg engagierten Schauspieler 
Rainer Hauer kennen und bei ihm hatte sie Sprechunterricht in der deutschen Sprache. 
Er und das Goethe-Institut im nahen Iserlohn sorgten dafür, daß Celina Muza, 
die ohne Deutschkenntnisse 1990 nach Menden kam, schnell in der Lage war auch 
in der fremden Sprache die Bühne zu betreten. Viele Freunde und die Familie ihres 
Mannes ließen sie sich schnell heimisch fühlen und hier ist vor allem 
die Familie von Boeselager  zu nennen, die mit alltäglicher Hilfe und Stipendien half 
Celina Muza in Deutschland zu halten.Myriam von Boeselager wurde dazu noch Patentante der Tochter Marta.


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